Weitere Neuigkeiten vom Blauhöhlensystem

Text: Wolfgang Graf

Zuletzt aktualisiert am  Mi. 05.05.2010 - Thema: Steeb - Schacht

www.blauhoehlensystem.com

Samstag, den  24.05.2008

In einem Keller im Ort Seissen bei Blaubeuren ist ein weiteres starkes Schluckloch vorhanden. Leert man einen 10 Liter Wassereimer in den ca. 2 Meter tiefen Einbruch, kann man deutlich das schnelle Abfließen des Wassers nach unten hören. Weiter unten verläuft ein geräumiger Höhlengang, welcher sich unter dem Ort Seissen durchzieht. In diesen Hauptgang münden mehrere Nebengänge.

Das Photo oben zeigt den Abstieg zu der ca. 2 Meter tiefen Einbruchspalte.

Der ca. 2 Meter tiefe Einbruch ohne Abdecklatte.

Oberirdisches Info zum Mörikedom im Blauhöhlensystem

Direkt über dem Mörikedom der Blauhöhle im Blauhöhlensystem. Bitte beachten Sie das bizarre Wachstum der Bäume. Die Eigentümer dieser Wiese wunderten sich schon lange, warum nur alle Bäume auf dieser Wiese so bizarr und mit eigenartigen Knollen wachsen. Der Grund ist, dass Sie direkt über dem großen unterirdischen See vom Mörikedom stehen. Dadurch wird der Wuchs extrem beeinflusst.

In einer Scheuer im Ort Seissen bei Blaubeuren ist ein weiteres extrem starkes und geräumiges Schluckloch vorhanden. Man hört deutlich das schnelle Abfließen des Wassers nach unten.

Das Photo oben zeigt den Deckel über dem Abgrund zu einer über 4 Meter tiefen gewaltigen Schlucklochspalte im Ort Seissen bei Blaubeuren.

Sonntag, den  27.07.2008

Karl Oesterle schrieb am 02. September 2001, dass zum Mörikedom mehrere Gänge in unterschiedlichen Höhen führen. Unveränderter Originaltext  Siehe

Wieder eine unterirdische Bestätigung. Andreas Kücha und Jochen Malmann (Arge Blautopf) entdecken unterirdisch einen trockenen Gang, der sich vom Mörikedom, in der Nähe der Hallendecke in das Galgentäle hinzieht. Dieser sehr großräumige trockene Höhlengang endet nach ca. 270 Meter an einem Versturz. Durch diesen Versturz hört man den Straßenverkehr der Bundesstraße 28. Bei einer weiteren Begehung in diesem Höhlengang seilten sich Andreas Kücha und Jochen Malmann in einen breiten, tiefen Schacht ab. Unten angekommen verläuft der Höhlengang wieder horizontal.

Links: Jochen Malmann - Rechts: Andi Kücha

Dann wieder eine Sensation.

Der 2. neu entdeckte Höhlengang ist übersät mit schneeweißen Tropfsteinen und endet auch wieder im Mörikedom. Aus einer Höhe von ca. 15 Meter kann man den 95 Meter langen See im Mörikedom herrlich überblicken.

Andreas Kücha: "Ich kenne keine Höhle, die solch schöne Tropfsteine hat."

Vielen Dank an die Arbeitsgemeinschaft www.blautopf.org, ohne deren Mut und gewaltigen Einsatz diese Entdeckungen mit ihren gefährlichen Tauchgängen in den Blautopf wahrscheinlich nie zustande gekommen wären.

Freitag, den  08.08.2008

Oberirdische Höhlengang-Entdeckungen

in Wennenden und Umgebung

 

Photo: Wolfgang Graf - Karl Oesterle bei der Besichtigung des 19 Meter tiefen Schachtes

Hinter einem Stall im Ort Wennenden bei Blaubeuren ist mit Betonringen und eingegossenen Steigeisen ein 19 Meter tiefes Loch vorhanden. Es ist mit 3 miteinander verschraubten massiven Betonteilen abgesichert. Dieses Loch war einmal eine tiefe Doline. Mit Erde und vorher eingelegten Betonringen (Durchmesser 80 cm) wieder aufgefüllt. Karl Oesterle hat einen darunter durchführenden Höhlengang mit der Winkelrute geordet.

In 51 Meter Tiefe beginnt die Höhlendecke. Der Höhlenboden ist bei 68 Meter Tiefe. Man müsste hier noch 32 Meter graben, um auf die Höhlendecke zu stoßen. Der Höhlengang unten ist nur 4, 30 Meter breit. Im Ort Wennenden ist er stellenweise zwischen 4 und 11 Meter breit.

Anfang der Zwischen-Information vom Freitag, den18.09.2009

Photo: Karl Oesterle

Über 1 Jahr später sieht es am so genannten Steeb-Schacht, siehe Photo oben, aktuell so aus. Im Hintergrund: Ein gelber Grabungsschutt-Container.

Und im Jahr 1969 - 1970, siehe Photo unten.

Die Doline wurde so vergrößert, dass ein Lastwagen den Erdaushub in 19 Meter Tiefe erreichen konnte. Man hörte dann aus Sicherheitsgründen mit dem Baggern auf. Am Grund in 19 Meter Tiefe wurden die, siehe Text vom 08.08.2008 weiter oben, beschriebenen Betonquadratringe eingesetzt.

Photo: Mit freundlicher Genehmigung von Fritz Binder und Hans-Georg Steeb: (Steebschacht)

Zur Zeit wird am Schachtgrund ab 19 Meter Tiefe von dem Höhlenverein Blaubeuren unter der Hauptleitung von Markus Boldt in die Tiefe gegraben. Wir freuen uns sehr darüber, dass sich mit vorher eingeholter und bekommener Grabungsgenehmigung der Höhlenverein Blaubeuren diesem wirklich hoch interessanten Schacht zugewendet hat. Beim bisher sehr gut koordinierten Vorgehen und deshalb äußerst lobenswertem Einsatz wird es sicher nicht mehr lange dauern, bis weitere gewaltige Entdeckungen über die Medien bekannt gegeben werden. Dieser Grabungseinsatz wird dann sicher Markus Boldt und seiner gesamten Grabungsmannschaft wie schon in der Vetterhöhle gewaltige unterirdische Entdeckungen bescheren. Weitere Photos und Informationen von der Steeb-Schacht Grabung sind im Internet unter www.hoehlenverein-blaubeuren.de zu finden.

In Kürze folgt von uns auf dieser Internetseite, der Interessengemeinschaft www.blauhoehlensystem.com, ein oberirdischer Höhlenverlaufsplan um den Steeb-Schacht im Ort Wennenden.

Auch die Höhlentaucher der Arge www.blautopf.org wollen schon lange trockenen Fußes in das Blauhöhlensystem einsteigen. Am Mittwoch, den 16.09.2009 begann man im Auftrag der Stadt Blaubeuren mit einer Bohrung direkt am Straßenrand der B 28 in den von Andi Kücha benannten Stairway to Heaven. Am Donnerstag den 17.09.2009 brach dann der Bohrer in einer Tiefe von 17 Metern in den erforschten, trockenen Hohlraum, den Stairway to Heaven. Dieser Höhlengang führt auch direkt in den Mörikedom. Leider ist aktuell das Bohrloch noch so klein, dass man nicht einsteigen kann. Sehr gut und wichtig ist, dass im Notfall eine Medikamenten-, Essen- und Trinken- Versorgung sowie eine eventuell wichtige Kommunikation möglich wäre. Blautopftaucher Werner Gieswein meinte: "Ein Schnitzel würde schon durchpassen."

Bei einer Durchmesser-Erweiterung dieser Bohrung würde natürlich das gefährliche Tauchen über den Blautopf entfallen. Der lang ersehnte Traum trockenen Fußes das Blauhöhlensystem zu erreichen und weiter zu erforschen ist dann Wirklichkeit.  Ein besonderes  D a n k e !!!  an die gesamten Arge www.blautopf.org.

Wanderwegaufnahme auf die Stairway to Heaven Bohrung am 16.09.2009 - Karl Oesterle

Wir haben uns das "Bohren" an 2 von Karl Oesterle georteten und bis heute nur uns bekannten Stellen schon seit fast 3 Jahren vorgenommen. Leider haben wir, was das "Bohren lassen" angeht, komplett versagt. Wir haben in den letzten Jahren nicht annähernd das nötige Kleingeld zusammen bekommen um die 2 Höhlendecken ca. 800 Meter außerhalb von dem Ort Seißen anbohren zu lassen. (Es darf gelacht werden)

Warum ca. 800 Meter außerhalb vom Ort Seißen, wo doch laut Karl Oesterle zwei voneinander getrennte Höhlengänge unter dem Ort durchführen sollen?

Wegen der Bohrerschwingungen, um keine Beschädigungen an den Wohngebäuden zu verursachen. Gleich am Ortsrand von Seißen wären es an einer Stelle nur 24 Meter bis zur Höhlendecke.

Einmal wäre die Bohrtiefe ca. 800 Meter außerhalb von Seißen bis zur Höhlendecke 36 Meter und an der anderen Stelle wären es in einen darunter verlaufenden Höhlengang nur 5 Meter bis zur Höhlendecke. Eine Grabungsgenehmigung bekommen wir nicht, da wir, die Interessengemeinschaft www.blauhoehlensystem.com keine "wissenschaftliche" Höhlenforschung betreiben. Wir bezahlen deshalb unser Hobby, wie bisher, aus eigener Tasche.

Ende der Zwischen-Information vom Freitag, den 18.09.2009

Weiter mit den Informationen vom: Freitag, den  08.08.2008

Oberirdische Höhlengangentdeckungen

in Wennenden und Umgebung

 

Photo oben, der 4 Meter breite und in ca. 55 Meter Tiefe verlaufende Höhlengang.

Photo oben, Höhlengangbreite 11 Meter.

Photo oben, eine extrem große Dolinensenke. Hunderte Tonnen Erdreich wurden hier in den darunter verlaufenden Höhlengang gespült. Direkt unter der Senkungsmitte mündet ein Nebengang in den Hauptgang. Der Hauptgang verläuft von dem Ort Wennenden links vom Photo nach rechts vom Photo Richtung Hessenhaudolinen - Grabung. Gleich rechts vom Photo im Wald ist eine weitere große Doline.

Ortung mit der Winkelrute - Karl Oesterle, genaue Kartenaufzeichnungen vom Höhlenverlauf sind wie, vom Ort Seißen und Umfeld schon angefertigt, zur Zeit noch in Arbeit.

Karl Oesterle beim einzeichnen des unterirdischen Höhlenverlaufs in seinen Plan.

Sonntag, den  17.08.2008

Vom oberirdischen Mörikedom zum Steilabfall an die B 28

Von Karl Oesterle habe ich die Informationen aus seinem schon seit Jahren oberirdisch gezeichneten Höhlengangverlauf vom Mörikedom zur B 28 geholt. Es war Sonntag und schönes Wetter, als ich mich entschloss, den von Karl Oesterle angegebenen Höhlenverlauf am Endpunkt, also an einem Versturz am Steilabfall zur B 28 genauer anzusehen.

Mein Interesse an dieser Stelle zu suchen wurde durch Andreas Küchas Mitteilung in den Medien geweckt, siehe Artikel weiter oben. Laut Karl Oesterle ist es möglich, durch eine Grabung an dieser Spalte in etwa 4 Meter Tiefe in den schon von Andreas Kücha und Jochen Malmann unterirdisch begangenen und beschriebenen ca. 15 x 15 Meter und ca. 270 Meter langen Höhlengang, den trockenen "Stairway to Heaven" welcher zum Mörikedom führt, einzusteigen.

Für Karl Oesterle mit seinen 74 Jahren ist dieser Steilabfall etwas gefährlich. Deshalb hat er ihn all die Jahre nicht weiter untersucht. Als ich den Steilabfall untersuchte, kippte eine größere Steinplatte, welche stark von Moos bewachsen war, leicht nach unten. Dadurch kam ein hohles Klackern zustande. Durch das Anheben der Steinplatte wurde von mir eine deutlich erkennbare Spalte freigelegt.  Siehe Photo unten.

 
Deutlich ist hier der Verkehr der B 28 den Abhang herauf zu hören.

Photo oben und unten:

Unter großen Steinen mit dichten Moosflechten bewachsen, wie auf den Bildern sichtbar, befindet sich diese 1,40 cm tiefe und 25 cm breite Spalte.

Blick von beiden Richtungen

Am Grundbereich, so lang mein Arm greifen konnte, holte ich 6 ca. 10 cm große Steine herauf. Die Steine konnte ich leicht mit einer Hand aus der Seitenwand von dem losen Versturzmaterial herausbrechen. An zwei Steinen vielen mir Höhlen - Versinterungsansätze auf. Da die Steine mit eingeschwemmter Erde verschmutzt waren, entschloss ich mich einen dieser Steine mit nach Hause zu nehmen, ihn mit einer Bürste zu reinigen und zu fotografieren.

Photo oben - Andrea Graf: Beim Lösen der versinterten Steine mit meiner Hand. Auch anwesend, meine Frau und 2 Kinder von mir.

Am Grund der Spalte befinden sich 2 kleine ca. 4 cm breite Felskluften. Einen Meterstab kann man ohne Widerstand rechts am Grund leicht 1 x 90 cm und links am Grund 1 x 70 cm tief hinunterschieben. Somit kommt man bis zum nächsten Widerstand durch einen Felsklotz auf 2,30 Meter Gesamttiefe von ca. 4 Metern bis zum Höhlengang, welcher laut Karl Oesterle höher liegend in den Mörikedom mündet.

Links: Der gereinigte, versinterte Bruchstein. Rechts: Ansicht von unten.

Karl Oesterle und ich sind der Meinung, dass es sich um ein eingestürztes Höhlenportal handelt.

Die 2 Photos oben sind vermutlich Verbruchsteine eines uralten gewaltigen Höhlenportaleinbruchs.

Auf der anderen Talseite der B 28 geht der Höhlengang weiter.

Samstag, den  20.09.2008

Jochen Malmann und Andi Kücha übernachteten zum ersten mal in Ihrem aufwendig errichteten Biwak im Blauhöhlensystem, genauer in der "Apokalypse", der Mega Halle.  Das Biwak besteht aus einem 3 Mann Zelt, ISO Matten, Schlafsäcken, Gaskocher und Verpflegung. Als sie morgens ein Summen in der gigantischen Apokalypse Halle deutlich hören konnten, war ziemlich klar, dass es ca. 170 Meter höher bis zur Erdoberfläche, genauer von einer Firma im Gewerbegebiet "Steigziegelhütte" kommen musste.

Karl Oesterle: "Zwischen der unterirdischen Apokalypse und dem Gewerbegebiet "Steigziegelhütte" verläuft die B 28".

Photos: Wolfgang Graf

Unter dieser gewaltigen Doline befindet sich die Apokalypse - Halle, 170 Meter lang, 57 Meter breit und 50 Meter hoch.

Photo links oben, Blick Richtung Osten, von Karl Oesterle bis an den rechten Bildrand zu dem Rucksack - kleiner schwarzer Punkt - sind es nur 44 Meter Hallenbreite. An der breitesten aufgespürten Stelle wurden von Karl Oesterle bis zu 57 Meter gemessen.

In einem Seitengang entdeckten Jochen und Andi noch viele kleinere Skelette, besonders von Steinmardern. An einigen Tieren kann man noch deutliche Fellreste erkennen. Dies deutet darauf hin, dass die Steinmarder nicht länger als vor ca. 2 Jahre durch Spalten, welche bis an die Oberfläche führen, gekrochen sind und dann an den glatten, steil nach unten führenden Felsspalten abgestürzt sind. Manche Tiere scheinen den Sturz mit Knochenbrüchen im ersten Moment noch überlebt haben. Jochen und Andi gaben der Passage den Namen "Friedhof der Kuscheltiere".

Wo der neu entdeckte Seitengang wieder in den Hauptgang mündet, sieht man einen ca. 50 Meter hohen beeindruckenden Schlot.

Bei ihrer weiteren Begehung durch das Blauhöhlensystem kamen sie an wunderschönen hellen Höhlenperlen, bizarren Kalzitkristallen, Strudelkolken, schneeweißen Tropfsteinen und Sinterbecken vorbei. Ich zitiere Andi Kücha. "Das Blauhöhlensystem hat alles an Tropfsteinen was international bekannte Höhlen zu bieten haben".

Im Blau - Canyon ( Höhlenabschnitt ) sahen Jochen und Andi Wasserfälle, wo das Wasser 7 Meter in die Tiefe stürzt und gleich wieder in tieferen Spalten verschwindet. Nach beinahe 30 Stunden ohne Tageslicht tauchten dann Jochen Malmann und Andi Kücha müde, aber glücklich wieder am Blautopf auf. Welch eine Leistung.

Photo unten:

Im Höhlengang - Landweg - ca.  200 Meter nach dem Mörikedom

Der Otrivin ist zur Zeit der höchste Tropfstein im Blauhoehlensystem

Im Höhlengang: Landweg

Photo oben: Mit freundlicher Genehmigung von Andi Kücha und Jochen Malmann von der Arbeitsgemeinschaft  http://www.blautopf.org/

Weitere sehr schöne und interessante Photos vom Blauhoehlensystem, auch von der Apokalypse siehe unter:  http://www.blautopf.org/bl.pdf

Samstag, den  15.11.2008

Zur Zeit arbeiten noch 2 Geologen mit weiteren Fachleuten des beauftragten Fachbüros wegen einem möglichen Schauhöhlenausbau in der Vetterhöhle. Sie kommen gut voran. Die Decke und die Wände der Hallen und Höhlengänge wurden unter die Lupe genommen. Es wird die Sicherheitsfrage geprüft. Die Gutachter werden dann mitteilen, welche Höhlenabschnitte sicher sind und welche nicht. Die Vetterhöhle wurde von einem der Geologen schon jetzt als einmalig bezeichnet. Besonders schön fand er den großen Höhlensee, das so genannte Wolkenschloss. Mit dem Wolkenschloss der Blautopfhöhle besteht eine Verbindung mit der Vetterhöhle.

Der Bürgermeister von Blaubeuren, Jörg Seibold, ließ es sich nicht nehmen, die Vetterhöhle mit Geologen und Höhlenforschern vor Ort unter die Lupe zu nehmen. Anfang 2009 werden dann die Gutachter ihre Ergebnisse dem Gemeinderat von Blaubeuren vorstellen.

zum Gästeabend am Samstagabend, den 08. November 2008

Der Gästeabend der Arge Grabenstetten in der Falkensteinhalle in Grabenstetten war wieder mal ein voller Erfolg. Als Gast wurde auch Jochen Hasenmayer mit großem Beifall begrüßt.

Photo: Jochen Hasenmayer.   Mit der Entdeckung des Mörikedoms durch Jochen Hasenmayer gingen die Entdeckungen im Blautopf erst richtig los.

Wir waren auch dabei und fanden den gesamten Samstagabend sehr interessant und gemütlich gestaltet. Der Eintritt war frei, was bei einem solchen Programm sicher nicht selbstverständlich ist. Auch das Essen und die Getränke waren sehr gut.

Jochen Malmann und Andi Kücha hielten einen hochinteressanten Vortrag über das Blauhöhlensystem mit einzigartigen Bildern und Filmmaterial, auch von den hinteren Höhlenteilen. Viele Aufnahmen wurden zum ersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt. Eine Traumwelt von gewaltigen Tropfsteinen, das Bachbett der unterirdischen Ur- Donau, den Blau- Canyon mit seinen großen Wasserfällen, wo das Wasser 7 Meter in die Tiefe stürzt, die Apokalypse - Halle usw.

Dann ein weiteres Highlight.

Einen klasse Vortrag von Denise Schönenberg von der Arge Grabenstetten über Italiens sardinische Ostküste. Wunderschöne Sandstrände, große Buchten mit gewaltigen Felsportalen, mit von einem Schiff aus gezeigten Küstenaufnahmen. Überall große Höhleneingänge, dahinter Kilometer lange, gewaltige Höhlen. Dann wurde geklettert und sich anschließend zu den Höhleneingängen abgeseilt. Gezeigt wurden auch beeindruckende Aufnahmen von der mit 300 Metern tiefsten und engsten Schlucht Italiens, im sardinischen Supramonte - Gebirge.

Danach ging es gleich weiter mit gewaltigen, mehrere Kilometer langen Höhlengängen, fantastische, richtig gut fotografierte Innenaufnahmen der Hallen und Gänge. Dazwischen mehrere Filmaufnahmen, welche den Vortrag noch abwechslungsreicher und interessanter gestalteten. Es war sehr interessant.  Mit dabei in Sardinien, 3 weitere Mitglieder der Arge Grabenstetten, Fritz Mammel, Daniela und Udo Wieczorek. Gemeinsam wurden riesige Hallen und wunderschöner Tropfsteinschmuck gut ausgeleuchtet. Das Ergebnis war stets sehr beeindruckend. Eine neu entdeckte Höhle wurde auch noch erforscht und vermessen.

Fazit: Ein unvergesslich schöner und interessanter Gästeabend bei der Arge Grabenstetten in der Falkensteinhalle, mit gut 300, sicher begeisterten Gästen.

Photos: Wolfgang Graf

Bildmitte: Denise Schönenberg kurz vor Ihrem Sardinien - Vortrag

Samstag, den  10.01.2009

Oberirdische Ansicht

Andrea über dem so genannten Äonendom, gleich dahinter das Mittelschiff und im Hintergrund rechts von dem Giebelhaus der Mörikedom

Lokalisiert 2001 mit der Winkelrute von Karl Oesterle

Rechts davon, ca. 120 Meter von dem oberen umgestürzten Tannenbaum (Foto oben) befindet sich im angrenzenden Wald dieser Felseinbruch

 

Sichtbare Tiefe gut einen Meter und ca. 40 cm im Durchmesser

Sonntag, den  22. Februar 2009

Blaubeuren, Ortsteil Seissen - Gebiet Seligengrund

Höhlenforscher der Arge Blaukarstwww.blauhoehle.de/blaukarst  ist es gelungen, bei einer Grabung im Gebiet Seligengrund ein Labyrinth von ca. 100 Meter Länge zu entdecken. Bei der Vermessung Ihrer Neuentdeckung sahen sie, daß es hinter einem Versturz weiter geht. Es wurde sofort ein Durchschlupf gegraben. Dahinter öffneten sich gleich große Räume.

Grabungsleiter Jens Freigang: " Wir haben einen Durchschlupf gegraben und sind auf große Räume gestoßen."

Der Höhlengang ist bis heute, 22.02.2009, stellenweise bis zu 8 Meter hoch. Hinter dem Versturz wurden Schlote und Schächte entdeckt. In alle Richtungen zweigen Gänge ab, ein verzweigtes System. Teilweise sind auch einige Tropfsteine vorhanden. Die Hauptrichtung zieht sich nordwestlich zu der Ortschaft Wennenden hin. An einem Schachtgrund wurde ein deutlicher Luftzug gespürt. Sicher ein Zeichen dafür, daß es in der Nähe großräumig weitergeht. Die Mitglieder der Arge Blaukarst hoffen natürlich, daß man bald trocken, ohne durch den Blautopf zu tauchen in die über Wasser liegenden Höhlengänge der Blautopfhöhle gelangen kann. Natürlich wird zur Zeit mit großer Begeisterung nach weiteren Höhlengängen und Hallen gesucht.

Karl Oesterle: "Da sich im Gebiet Seißen und Wennenden noch mehrere große Hallen befinden, werden noch einige gewaltige oberirdische und unterirdische Entdeckungen auf uns zukommen. Eine sehr große Halle befindet sich vor dem Ortsteil Seißen - in unmittelbarer Nähe der Weiberwirtschaft."

Wir, Karl und ich (Wolfgang Graf) sind uns seit dem Jahr 2005 sicher, dass das Blauhöhlensystem sich auf gute 40 Kilometer Länge erstreckt, sicher schon bald eine der größten Attraktionen in Baden Württemberg.

Sa. 18. April 2009

Seißen bei Blaubeuren - Seligengrund

Karl Oesterle:

Der neue Zugang vom Seligengrund zur Blauhöhle und der großen Apokalypse - Halle ist jetzt oberirdisch von mir aufgespürt und in meine Karte eingezeichnet worden.

Mi. 29. April 2009

Seißen - Blaubeuren

Karl Oesterle:

Kürzlich bei einem Telefongespräch wurde ich gefragt, wie es denn am Knöpfchensinterschacht so weitergeht. Er wollte wissen, in welcher Tiefe die Höhlengänge weitergehen und in welche Richtung.

Wir vereinbarten einen Termin und Treffpunkt. Dort musste ich feststellen, dass es doch noch anständige Menschen mit einem Charakter gibt.

Bei der gegenseitigen freundlichen Begrüßung kam auch gleich noch eine wirklich ernst gemeinte Entschuldigung: "Muss mich zuerst einmal entschuldigen, Verzeihung, was in dem Blautopffilm im Fernsehen über dich und Winkelruten dort gesagt wurde und einer mit Vorurteilen gegen Winkelrutengänger sagte, kann ich persönlich nichts dafür". "Tut mir echt Leid."

Mir (Karl Oesterle) tut es heute noch weh, wenn ich daran denke, dass der Film am Blautopf fast täglich gegen Eintrittsgeld immer wieder "so" gezeigt wird. Auch im Fernsehen wurde er schon mehrmals wiederholt. (Fernsehsender - Arte)

Weiteres zur Sache:

Nach 3 Tagen oberirdischer Suche vom Seligengrund ausgehend habe ich am Montag den 6. April 2009 um 11:45 Uhr auf einem Parkplatz den unterirdischen Höhleneingang  zur Apokalypse - Halle gefunden.

Photo: Karl Oesterle - Seligengrund - (Ort Seißen bei Blaubeuren)

Auch vom Knöpfchensinterschacht wurde von mir ein separater unterirdischer Höhlengang bis zur Apokalypse - Halle aufgespürt. Höhlenforscher können schon bald ohne Tauchen von oben, trockenen Fußes in die große 55 bis 65 Meter tiefe Apokalypse - Halle absteigen, um dann gemeinsam weiter zu forschen und vermessen. Jede Höhlenforschergruppe kann schon bald einen anderen Rückweg zum Ausgang nehmen.

Weitere Höhlengänge und Hallen im und um den Ort Seißen (bei Blaubeuren) werden in nächster Zeit hier veröffentlicht.

Knöpfchensinterschacht

 

Weitere Photos zum Bericht von Wolfgang Graf vom

Samstag, den 31.03.2007  über den Rübenkellerschacht im Ort Seissen.

Siehe auch, Schalter links - Meine Blauhöhlennews - dann ganz am Schluß - Samstag, den 31.03.2007

Photo: Wolfgang Graf, Rübenkellerschacht mit einer durchschnittlich 35 cm breiten Naturspalte im Ort Seißen bei Blaubeuren

Deutlich sieht und fühlt man bei passender Bewetterung den teilweise extrem starken Luftzug.

Auf den Photos oben ist der Luftzug in die gewaltige Höhle unter den Ort Seissen zu sehen.

Oft bläst die von der Erdoberfläche aus gemessene, bis zu 6 Meter Tiefe und bis heute (16. Mai 2009) ca. 3 Meter schlufbare Naturspalte einem kühle, nach feuchter Höhlenluft riechender Höhlenwind entgegen.

Mit freundlicher Genehmigung des Grundstückeigentümers haben Höhlenforscher unserer Interessengemeinschaft Blauhöhlensystem am 11. April 2009 mit einem Bohrmeißel den Eingangsfelsen vom Rübenkellerschacht von vorher ca. 25 cm Breite auf einen beschlufbaren Eingang von 45 cm erweitert.

Photo: Wolfgang Graf, von links nach rechts, Andreas Scheyhing, Jochen Fiedler, Florian Walz und Karl Oesterle

Mo. 25. Mai 2009

Seißen - Blaubeuren

Bericht: Karl Oesterle

Vetterhöhlengrabung der Arge Grabenstetten

2004 sagte ich einigen Höhlenforschern, daß mehrere Höhlengänge die B 28 zur anderen Bergseite - Staatswald Siechhalde - unterqueren würden. Diese Höhlengänge lassen sich gut mit den Gangdimensionen unter dem Blauberg vergleichen. Manche nahmen mich ernst und ließen sich meine Winkelrutensondierungen genau erklären. Andere wiederum lachten und nahmen mich nicht ernst. Heute fällt mir (uns) auf, daß alle 4 Höhlenvereine in der Gegend um Blaubeuren sich auf einmal mit dem Ort Seißen und Wennenden beschäftigen. Plötzlich ist die Siechhalde Hangseite bei allen Höhlenforschervereinen begehrt. Leider werden wir von vielen Mitmenschen wegen der Winkelruten mit einer teilweise sehr herablassenden Art behandelt. Tatsache ist, daß man auf der Seißener Bergseite plötzlich große Arbeitseinsätze von verschiedenen Höhlenvereinen feststellen kann. Eine weitere Tatsache ist auch, dass erfolgreiche und bekannte Archäologen sehr erfolgreich mit mir zusammengearbeitet haben. Siehe Urkunde von Baden-Württembergs Ministerpräsident und Zeitungsartikel wie z.B. der Stuttgarter Zeitung Nr. 177 unter www.winkelruten-erdstrahlen.com / Merowinger Gräber und Römische Bebauung.

Nun zum Rad und Forstweg im Gewann "Seligengrund".

Bürger von Seißen sagten mir bei meinen oberirdischen Winkelrutenbegehungen im Februar 2006, daß am Seligengrund aus einer Felskluft kühler Wind herausströmen würde. Ebenso zeigten mir die sehr hilfsbereiten Seißener Bürger noch mehrere Erdeinbrüche auf den umliegenden Äckern wie auch in ihren Kellern. Dort befinden sich auch sehr interessante Felsspalten. Wie zum Beispiel den Rübenkellerschacht mit dem gewaltigen Luftzug, siehe oben. Auffallend ist, seit wir 2007 im Internet von Seißen und dem Rübenkellerluftzug zum ersten Mal berichteten, gibt es ein reges Interesse an meinen Winkelrutenbegehungen in Seißen und Wennenden. Sicher waren auch unsere Berichte in den Medien und auf unseren Internetseiten für das plötzliche Interesse von Bedeutung.

Zum Rübenkellerschacht noch eine Anmerkung:

Der Haupthöhlengang ist unter der Straße beim Gasthaus Lamm, von der Nikolauskirche kommend an das Ortsende vom Ort Seißen in Richtung Flinser Weg. Vom Rübenkellerschacht aus führt nur ein kleinerer Nebengang zum Hauptgang beim Gasthaus Lamm.

Unser im Internet vorgestellter Rübenkellerschacht stößt ebenso wie das 19 Meter tiefe Loch hinter einem Stall im Ort Wennenden bei Blaubeuren auf großes Interesse. Am 8. August 2008 hatte ich in Wennenden unter dem 19 Meter tiefen Loch einen durchführenden Höhlengang mit meiner Winkelrute geortet. Dieser Höhlengang verläuft unterirdisch Richtung Buch und zur Hessenhaudolinengrabung.

Die von mir oberirdisch, siehe unsere Skizze unten, mit großem Zeit- und Kilometeraufwand aufgespürten Höhlengänge haben von mir oberirdische Namen bekommen.

Beispiel:

Dolinenhallenhöhle: Vom Seißener Friedhof zur Dolinenhalle.

Nikolaushöhle: Vom Knöpfchensinterschacht zur Nikolauskirche und weiter Richtung Flinser Weg.

Galgentälehöhle: Vom Knöpfchensinterschacht zur Apokalypse - Halle. Ein Rundgang über die Steigziegel- und Nikolaushöhle ist dann möglich. (Siehe Skizze unten)

Zum Einstiegsschacht am Seligengrund. Dieser Höhlengang führt bis unter die Nikolauskirche. Nebengänge sind auch vorhanden. Der erste Steigziegelhöhlenabgang führt, siehe Skizze unten, zur Apokalypse. (Halle)

Info: Bessere .pdf Qualität vom Plan hier klicken

Ein Beispiel siehe Skizze:

Vom Knöpfchensinterschacht an der B 28 zieht sich ein Höhlengang unterirdisch den Berg hoch, unmittelbar vorbei an der so genannten Weiberwirtschaft. Unter dem vor der Weiberwirtschaft, von Seißen aus kommend abfallendem Tal befindet sich eine größere Halle.

Photo: Wolfgang Graf

Photo oben: Aufgenommen vor der Weiberwirtschaft von der Straße aus von Seissen her kommend. (Im Seligengrund 1 / 4 - 683,9 NN). Unter dieser Talabsenkung, mehr rechts auf dem Photo, befindet sich unterirdisch die größere Halle. Der weitere Höhlengang zieht sich dann bis zum Seissener Friedhof hin, danach verzweigt er sich direkt unter der Friedhofshalle. Links zur Nikolauskirche und fast geradeaus, dann leicht links zur Dolinenhalle. (Siehe Skizze oben)

Photo Karl Oesterle: Seissener Friedhof mit Friedhofshalle

Im ersten Drittel der Friedhofshalle (Blickrichtung) unter dem Seissener Friedhof verzweigt sich der Höhlengang.

Der linke Abgang zieht sich zur Nikolauskirche (unterirdische Halle) in Seissen hin und der

rechte,

siehe auch auf unserer Skizze, zieht sich unterirdisch erst einmal ziemlich geradeaus und dann leicht nach links zur Dolinenhalle hin.

Photo Karl Oesterle: Seissener Dolinenhalle

Karl Oesterle: Es gibt noch mehrere große Hallen unter Seissen und Umgebung, auf die ich später noch eingehen werde. Abzweigungen sind ebenfalls vorhanden. Diese sind jedoch nur in meinem großen Hauptplan vermerkt.

Montag, den  21.09.2009

Neue Informationen:

1.) Im oberen Drittel dieser Web-Seite unter der Überschrift: "Oberirdische Höhlengang-Entdeckungen in Wennenden und Umgebung", vom Freitag, den 08.08.2008 wurden am 18.09.2009 weitere Informationen über den vorgestellten 19 Meter tiefen Dolinen-Schacht im Ort Wennenden eingefügt, den so genannten Steeb-Schacht.

und:

2.) Eine 17 Meter tiefe Bohrung im Auftrag der Stadt Blaubeuren, in den so genannten "Stairway to Heaven". Nähere Informationen auch unter: "Oberirdische Höhlengang-Entdeckungen in Wennenden und Umgebung"

Samstag, den  26.09.2009

Wolfgang Graf, das bin ich, möchte gerne meine persönliche Meinung über einen Schauhöhlenausbau im Blauhöhlensystem bei Blaubeuren nochmals ausführlicher erläutern. Es soll hier nur eine Idee beschrieben werden. Was dann daraus gemacht wird bestimmen natürlich die Geldgeber, (Investoren). Hier möchte ich nur vorstellen, von was ich träume und was ich, wenn ich könnte mit genügend Kapital umsetzen würde. In einem kleineren, auch für mich möglichen Rahmen, würde ich mich an einem Schauhöhlenausbau sehr gerne beteiligen. Vielleicht an einer Art Blauhöhlen-Aktiengesellschaft. (Wie es schon sehr erfolgreich bei einem Schauhöhlenausbau in Frankreich praktiziert wurde)

In diesem Sommer 2009 war in den Tages-Zeitungen ein Hinweis von Andi Kücha zu lesen, in welchen er auf die wirklich sehr schönen und interessanten Schauhöhlen der Schwäbischen Alb hinweist. Die Besucherzahlen wären etwas rückläufig, was uns Höhlenfreunde natürlich sehr traurig stimmt. Höhlen sind für viele Menschen immer wieder etwas Besonderes und Sehenswertes. Unter "Meine Blauhöhlennews", der linke Schalter nebenan, berichtete ich am 18.11.2006 von einer Blauhöhlenbahn.

Natürlich wurde ich in der Zwischenzeit mit Spott und Hohn geradezu überschüttet. Ist die Idee aber wirklich so schlecht für einen erfolgreichen Tourismus für die ganze Region Blaubeuren? 

Am 18.11.2006 schrieb ich auch unter anderem,

auf Stahlpfosten mit aneinander verschraubten Stahlschienen schwebt, fährt die elektrische Höhlenbahn sehr langsam über Felsspalten, Abgründe oder Seen.

Warum habe ich von den Stahlpfosten geschrieben? Beispiel, was mir in der Postonjnska Jama oder auch Adelsberger Grotte genannt, nicht so gefallen hat, war, dass die Eisenbahnschienen und auch die Gehwege nicht gerade höhlenfreundlich angelegt sind. Es wurde "früher" einfach zu viel "platt" gemacht. Leider auch schöne Bodentropfsteine und Sinterbecken, welche in ihrer Form für immer unwiederbringlich zerstört wurden. Deshalb habe ich an einbetonierte Stahlpfosten, welche miteinander durch Stahlschienenträger verschraubt werden, gedacht. (siehe Photomontage weiter unten)

Der Höhlenboden würde dadurch minimal verändert, was für den Höhlenschutz sehr wichtig ist. Der Höhlenschutz spielte auch am 18.11.2006 bei der Vorstellung dieser Blauhöhlenbahn eine sehr wichtige Rolle für mich. In letzter Zeit wird in den Medien berichtet, dass man aus Höhlenschutzgründen bei einem Schauhöhlenausbau die Wege auf so genannte Stelzen stellen will und die Schauhöhle dann aber auf keinen Fall mit Technik zupflastern möchte.

Sehr viele Geländer, Gitterroste für die Wege auf Stelzen, Treppen und Schutzzäune könnten durch die Blauhöhlen-Panoramabahn (siehe Photomontage unten) eingespart werden. Natürlich kosten diese "Fahrwägelchen" auch Geld. Aber, so viel mehr wie die Wege auf Stelzen mit vielen Gitterrosten und Geländern? Man könnte vielleicht einmal eine Kalkulation erstellen. (Auch mit Berücksichtigung der Folgekosten)

Heute braucht man meiner Meinung nach, um wieder mehr Besucher in Schauhöhlen zu bekommen etwas ganz Besonderes. Es muss sich vom Üblichen, Gewohnten positiv abheben. Es ist heute möglich, die vorhandenen technischen Möglichkeiten auch zu nutzen. Bald fahren wir ja auch Autos mit Alternativantrieben wie Strom usw.

In eine extrem langsam fahrende, auf der ganzen Welt einmalige Blauhöhlenbahn, mit integrierten Lautsprechern wegen der Höhlenführung, steigt man nicht nur einmal ein, nach dem Motto, jetzt habe ich die Höhle für die nächsten z.B. 10 Jahre ja gesehen. Sicher würden nicht nur meine Kinder gerne mehrmals mit dieser weltweit einzigartigen Blauhöhlenbahn fahren wollen. Die ältere Generation hätte bestimmt wegen dem sonst üblichen "Auf und Ab gehen" in herkömmlichen Schauhöhlen, auch schon wegen der bequemeren Beförderung, Freude daran. Der positive "Mundwerbeeffekt" spielt nicht nur für die ausländischen Gäste eine sehr relevante Rolle.

Photomontage vom 18.11.2006 - siehe auch links bei den Schaltern unter: "Meine Blauhöhlennews"

Warum ist die Postojnska Jama Grotte in Slowenien so weltbekannt und hat dadurch traumhafte Besucherzahlen? Sicher nicht nur, weil Sie besonders schön ist. Nein, man redet: "Das ist doch die Höhle, durch die man mit einem Zug fahren kann". Zwei Merkmale fallen mir auf, ich denke automatisch, sie muss besonders groß sein und ich freue mich auch sehr auf das besondere Fahrerlebnis in einer einzigartigen Schauhöhle.

In der Blaubeurener Schauhöhle wäre eine kurze, dazwischen in die Panoramafahrt mit der Blauhöhlenbahn eingelagerte Gehwegstrecke, um die gigantischen Höhlenseen von einem zwischen Mörikedom dem Mittelschiff oder Äonendom entlang geführten Rundweg, natürlich die perfekte Vollendung meines Traums. Eine besonders raffinierte Beleuchtung der 3 durch kleine Landbrücken verbundenen Höhlenseen wäre das absolute "Highlight."

Das Blaubeurener Blauhöhlensystem ist in jedem Fall auch besonders groß, schön und sehr interessant. Man könnte ja von Frankreich die Idee einer Aktiengesellschaft - Gründung übernehmen. Dort fehlten auch große Summen für einen gewaltigen Höhlenausbau mit Aufzug usw. In Frankreich wurde die Finanzierung über eine Aktiengesellschaft, trotz anfänglicher Skepsis, bis heute ein sehr großer Erfolg.

Sicher möchte ich keinem Investor mit diesem Bericht in seinen finanziell umsetzbaren Entscheidungen zu Nahe treten. Ich freue mich über jeden möglichen Blauhöhlensystem-Schauhöhlenausbau in Blaubeuren, egal in welcher Art und Weise.

Das ist natürlich nur meine persönliche, unverbindliche Meinung.

Danke für Ihr Interesse !

Wolfgang Graf

Dienstag, den 13.10.2009

Das Wennender Höhlenlabyrinth

Unter dem Ort Wennenden (bei Blaubeuren) und der Umgebung befindet sich nach Karl Oesterles Winkelrutensondierungen ein ausgedehntes Höhlenlabyrinth. Karl Oesterle: "Oft ist es oberirdisch nicht einfach, einen sondierten Höhlenverlauf zügig weiter zu verfolgen."

Beispiel: Ein Höhlengang zieht sich ausgerechnet unter einem großen Maisfeld oder Weizenfeld durch. Wenn die Frucht noch nicht abgeerntet, oder gerade erst gesät wurde, kann Karl Oesterle den Höhlenverlauf nicht weiter verfolgen. Das bedeutet, dass er vor der Saat oder nach der Ernte öfters wieder von neuem auf Tour geht, dabei muss auch eine lange Anfahrt in Kauf genommen werden, bis man endlich über den abgeernteten Acker gehen kann. Auch extreme Steilhänge können oft nur an einem Seil gesichert, begangen werden.

Aus diesem Grund wird jetzt der, siehe Plan unten, oberirdische Höhlenverlauf unter und um den Ort Wennenden vorerst hier nur teilweise veröffentlicht.

Karl Oesterles Feststellung: "Es ist ein einzigartiges Höhlenlabyrinth."

Weiteres: Es sind bis heute mindestens 4 von Karl Oesterle geortete Höhlengänge vorhanden, welche die B 28 unterqueren. Auch diese und weitere Höhlengänge werden in nächster Zeit in einen zweiten, noch folgenden oberirdischen Höhlenplan eingezeichnet, und hier veröffentlicht.

Das Blauhöhlensystem zieht sich weiter durch den Untergrund der Schwäbischen Alb. Von der Apokalypse - Halle bis hin zum Steeb-Schacht. Dabei münden mehrere Seitengänge in den rot eingezeichneten Hauptgang, welche in den oberirdischen Höhlenplan unten noch nicht eingezeichnet wurden.

Info: In .pdf hier klicken

Kurze Beschreibung zum oberirdischen Höhlenplan oben:

Von Blaubeuren her kommend die linke Einfahrt in das Gewerbegebiet abbiegen. Von der unterirdischen Apokalypse - Halle führt der weitere Höhlenverlauf ca. 1000 Meter der B 28 entlang Richtung Wennenden. Dabei unterquert der Höhlengang die B 28. Bald danach verzweigt sich der Höhlengang auf ca. 700 Meter Länge in 2 parallel führende Höhlengänge. 150 Meter vor dem Steeb-Grabungsschacht treffen sie wieder aufeinander und ein Höhlengang führt dann direkt zum Steeb-Schacht. (siehe Plan oben, rote Linien - oberirdisch geordete Höhlengänge durch Karl Oesterle)

Weiterer aktueller Erdeinbruch vom Juli 2009

Photo: Karl Oesterle, aufgenommen am 16.09.2009

Der aktuelle Erdeinbruch vom Juli 2009 befindet sich ca. 450 Meter vom Steeb-Schacht entfernt.

Eine Fortsetzung, durch einen weiteren Höhlenplan, speziell unter dem Ort Wennenden mit seinem einzigartigen Höhlenlabyrinth folgt.

Dienstag, den 27.10.2009

Info!

Aus der ehemaligen "Weiberwirtschaft" wurde das schöne, gemütliche "Höfohaus"

Im Text weiter oben ist mehrmals von der Seissener "Weiberwirtschaft" die Rede, siehe auch in der Planmitte, im oberirdischen Höhlenplan um den Ort Seissen vom 25. Mai 2009.

Beispiel - hier klicken.

Die so genannte "Weiberwirtschaft" wurde Anfang 2009 mit viel Arbeitsaufwand in das schöne, gemütliche "Höfohaus" vom Höhlenverein Blaubeuren umgewandelt. Das heutige "Höfohaus" oder die frühere "Weiberwirtschaft" ist auch vielen noch als "Seissener Skihütte" ein Begriff. Früher war bei der "Skihütte" ein Skihang mit Lift. Im Winter werden auch weiterhin rund um das heutige "Höfohaus" für Skilangläufer die Loipen gespurt.

Weitere Informationen: Bitte auf das Vereins-Logo vom Höhlenverein Blaubeuren klicken.

Gäste-Info!

Das "Höfohaus" ist jeden dritten Samstag im Monat geöffnet. Es werden jeweils kleine Snacks, Kaffee und Kuchen sowie Getränke für Wanderer angeboten. Auch die Terrasse am "Höfohaus" lädt zum gemütlichen Verweilen ein. Parkplätze sind immer in ausreichender Zahl direkt am "Höfohaus" vorhanden.

Mittwoch, den 05.05.2010

Karl Oesterle  war über den Winter mit Archäologen wegen früherer Römer- und Keltensiedlungen im Einsatz. Bei den Schneeverhältnissen im Ort Wennenden und Seissen konnte Karl Oesterle deshalb keine weiteren Oberflächensondierungen mit seinen Winkelruten durchführen.

Seit das Wetter im April 2010 auf der Albhochfläche nicht mehr so kalt und windig ist, waren wir, Karl und ich (Wolfgang Graf) auf der Oberfläche um den Steeb-Schacht wieder im Einsatz. Diesmal mit einem GPS Gerät, welches auch die Gauss Krüger (Gitter) Daten anzeigt. (GK)

Siehe Sondierungsplan unten:

Info:  In .pdf  hier klicken

Weitere Oberflächensondierungen folgen.

Vielen Dank für Ihr Interesse !

          www.falkensteiner-hoehle.de